Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen.
Einige ältere Menschen haben Schwierigkeiten, mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Dies führt zu einer digitalen Kluft zwischen Jung und Alt. Ohne digitale Teilhabe drohen Isolation, Ausgrenzung und der Verlust von Lebensqualität. Deshalb ist es wichtig, Barrieren abzubauen. Gezielte Maßnahmen sind nötig, um ältere Menschen an der digitalen Welt teilhaben zu lassen und ihre Teilhabe langfristig zu sichern.
Deshalb fanden am 1. und 2. Oktober 2024 die Fachtage für ehrenamtlich Aktive statt, die älteren Menschen bei der Nutzung von digitalen Geräten und Medien im täglichen Leben unterstützen. Diese Fortbildung bot Impulse für die Arbeit in den Initiativen und Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch und kollegiale Beratung.
Die Teilnehmer trafen ein und nutzten die Zeit zum ersten regen Austausch. Die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen aus, sprachen über Herausforderungen und Erfolge in ihrer Arbeit.
Die offizielle Begrüßung erfolgte durch Vertreter des Netzwerks sii BW, Treffpunkt 50plus und der Fachstelle für digitale Teilhabe im Alter der Landeshauptstadt Stuttgart. Es wurden organisatorische Hinweise gegeben.
Dr. Maren Wittek vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg stellte die Landesstrategie „Quartier 2030“ vor. Sie betonte die Bedeutung einer alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung, die es allen Menschen ermöglichen soll, in ihrem gewohnten Umfeld ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dies erfordert die Vernetzung aller relevanten Akteure, das Engagement der Bürgerschaft und eine aktive Kommune.
Christa Rahner-Göhring vom Netzwerk sii BW präsentierte das Starterpaket zur Förderung der Medienkompetenz von Senior:innen. Dieses Paket dient als Leitfaden und Checkliste für die Gründung und den Neuaufbau von Initiativen.
Die Mittagspause bot Gelegenheit zur weiteren Vernetzung und zum Austausch.
Es wurden zwei Workshops angeboten, die jeweils zweimal durchgeführt wurden, um allen Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, an beiden Themen teilzunehmen.
Workshop A: Gestaltung von Workshops für Senior:innen Claus Bamberg vom Netzwerk sii BW erläuterte, wie Workshops für Senior:innen gestaltet werden können. Dabei wurden Aspekte wie Seh- und Hörfähigkeiten, Kursdauer, Pausenzeiten und die Gestaltung des Raums berücksichtigt.
Workshop B: Abzocke durch Trickbetrüger Wolfgang Arndt vom Netzwerk sii BW informierte über die verschiedenen Maschen von Trickbetrügern und wie man sich davor schützen kann.
Die Workshops wurden erneut angeboten, um allen Teilnehmern die Teilnahme an beiden Themen zu ermöglichen.
Zum Abschluss des Tages wurden die Ergebnisse der Workshops zusammengefasst und es fand eine Diskussion statt. Ein Ausblick auf den zweiten Tag wurde gegeben.
Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und weiterem Austausch unter den Teilnehmern.
Am nächsten Tag wurde die Fortbildung für ehrenamtlich Aktive fortgesetzt, um ältere Menschen bei der Nutzung von digitalen Geräten und Medien im täglichen Leben zu unterstützen. Der zweite Tag bot erneut wertvolle Impulse und Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch und kollegiale Beratung.
Sabrina Wangenheim von der Fachstelle für digitale Teilhabe im Alter der Landeshauptstadt Stuttgart erläuterte, wie neue bürgerschaftlich Engagierte gewonnen, qualifiziert und langfristig begleitet werden können. Sie stellte verschiedene Unterstützungsmaßnahmen der Kommune vor, darunter finanzielle Mittel, Anerkennungskultur und vertragliche Absicherung. Abschließend wurden strukturelle Gelingensbedingungen für erfolgreiches Engagement vorgestellt.
Simone Götz, Projektleiterin der Lern-App “Starthilfe”, präsentierte die Startpaket-Materialplattform. Diese richtet sich an engagierte Multiplikator:innen, die ältere Menschen im Umgang mit smarten Geräten begleiten. Die Materialsammlung besteht aus 30 Bausteinen, die modular eingesetzt werden können und Ablaufpläne für Begleiteinheiten enthalten. Die Bausteine basieren auf der Lern-App „Starthilfe – digital dabei“, die Senior:innen spielerisch die Grundlagen der smarten Geräte vermittelt.
Eckard Selk vom Netzwerk sii BW moderierte einen Dialog mit den Mitgliedsinitiativen. Es wurde diskutiert, wie das Netzwerk seine Mitgliedsinitiativen bei ihrer täglichen Arbeit besser unterstützen kann.
Die Mittagspause bot Gelegenheit zur weiteren Vernetzung und zum Austausch in entspannter Atmosphäre.
Christa Rahner-Göhring vom Netzwerk sii BW informierte über den digitalen Nachlass. Sie betonte die Wichtigkeit, Zugangsdaten zu dokumentieren und eine Vertrauensperson rechtssicher zu autorisieren, um im Notfall die Interessen wahrzunehmen. Der Vortrag gab einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen, die ergriffen werden müssen.
Zum Abschluss des Tages wurden die Ergebnisse zusammengefasst und es fand eine abschließende Diskussion statt. Ein Ausblick auf zukünftige Veranstaltungen und Themen wurde gegeben.
Die Fachtage boten eine wertvolle Plattform für ehrenamtlich Aktive, um sich weiterzubilden, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für ihre Arbeit zu erhalten. Die vorgestellten Strategien und Materialien unterstützen die ehrenamtlich Aktiven in ihrer wichtigen Arbeit und fördern den Austausch und die Vernetzung untereinander, die Workshops zeigten praxisnahe Ansätze zur Förderung der digitalen Teilhabe älterer Menschen.
Ganz herzlich bedanken wir uns für die Gastfreundschaft, dass wir die Fachtage in den Räumlichkeiten vom Treffpunkt 50plus durchführen konnten. Es hat aus unserer Sicht alles prima geklappt und die Teilnehmenden fühlten sich rundum wohl. Auch wir sind mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause gegangen und wir können die Angebote vom Treffpunkt 50Plus weiter empfehlen.